Was ist Ernährungstherapie?
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Nachhaltig(er) essen - so geht's!

Besser essen und dabei etwas für`s Klima tun? Das ist einer der wichtigsten Ernährungstrends der letzten Jahre - und zugleich eine gewaltige Herausforderung. Aus diesem Grund steht auch der Tag der gesunden Ernährung am 07. März 2023 unter dem Motto „Nachhaltig essen und trinken“. Mit diesem Blogbeitrag möchte ich meinen Teil zu diesem Aktionstag beitragen und Ihnen zeigen, wie Mensch und Planet auch in Zukunft gesund bleiben können. Wenn auch Sie nachhaltig(er) essen wollen, erfahren Sie im Folgenden:

  • Was nachhaltige Ernährung ist
  • Welche Herausforderung es zu bewältigen gilt
  • Welche Ansätze es bereits gibt
  • Was Sie selbst tun können, um nachhaltiger zu essen und zu trinken
  • Was Achtsamkeit mit Nachhaltigkeit zu tun hat


Was ist nachhaltige Ernährung?

Unsere Gesundheit hängt untrennbar von der Gesundheit unseres Planeten ab. Was wir heute tun, beeinflusst unsere Welt von Morgen. Somit müssen wir schon heute dafür Sorge tragen, dass auch die nächsten Generationen gute Lebensbedingungen vorfinden. Im Bereich der Ernährung bedeutet das, dass für jeden Menschen ausreichend Nahrung und Nährstoffe verfügbar sind. Damit das gelingt, müssen wir Ressourcen wie Wasser und Böden schonend behandeln. Nachhaltig zu essen und zu trinken bedeutet daher, sich selbst bestmöglich zu ernähren und gleichzeitig Rücksicht auf Umwelt und Mitmenschen zu nehmen. Durch die bewusste Auswahl von Lebensmitteln, unsere Ernährungsform sowie unser Essverhalten können wir täglich etwas dazu beitragen.
 

Nichthandeln ist keine Option!

 
 
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Future Meal - Klimafreundlich einkaufen und gesund essen

Der Ernährungskurs "Future Meal" umfasst 5 Kurseinheiten mit zwei 2 Einkaufstrainings. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Lebensmittelauswahl ankommt und wie Sie mit gesunder Ernährung etwas für die Umwelt tun. Der Kurs ist von den Krankenkassen anerkannt und wird von diesen bezuschusst!
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Nachhaltig essen – ein sinnvoller Trend!

Immer mehr Menschen legen Wert auf eine nachhaltigere Lebensmittelauswahl. Besonders der Klimawandel, der Verlust von Artenvielfalt sowie immer wiederkehrende Wetterextreme sind Beweggründe für das Umdenken in der Lebensmittelauswahl. So wählen immer mehr Menschen Bio-Lebensmittel, verzichten auf Fleisch oder produzieren einen Teil ihrer Lebensmittel selbst. Auch Verpackungsmüll zu reduzieren ist eine großartige Möglichkeit, nachhaltiger zu leben. So ist auch die Zahl der Unverpackt-Läden in den letzten Jahren stark gestiegen. Es gibt also mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten, nachhaltiger zu essen. Nun müssen wir nur noch alle konsequent in die Umsetzung kommen.

Wie wird Ernährung nachhaltig?

Ein Maß für die Nachhaltigkeit von Nahrungsmitteln ist der ökologische Fußabdruck, wiedergegeben als CO2-Bilanz. Darunter versteht man den Ausstoß von Treibhausgasen, der durch die Produktion eines Lebensmittels entsteht. Tierische Produkte wie Fleisch und Wurst weisen dabei einen deutlich höheren CO2-Abdruck auf als pflanzliche Lebensmittel. Dennoch ist eine rein vegane Ernährung nicht die Lösung. Denn: Zum einen besteht die Gefahr einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen. Ohne die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist eine rein pflanzliche Kost daher ein Gesundheitsrisiko. Zum anderen ist die Sicherstellung der Welternährung ohne tierische Produkte derzeit wohl nicht möglich.

Es lohnt sich jedoch, pflanzenbasiert zu essen. Expert*innen empfehlen, den Konsum von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen zu verdoppeln und den von Fleisch und Zucker zu halbieren. Gleichzeitig sollten Lebensmittelabfälle stark reduziert werden. Statt nur zu überlegen, WAS auf den Teller kommt, sollte also auch über das WIEVIEL nachgedacht werden. Eine gute Küchenplanung, gezielte Vorratshaltung und bewusstes Einkaufen helfen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Regional, saisonal, biologisch – reicht das, um nachhaltig zu essen?

Frische Bio-Lebensmittel mit kurzem Transportweg weisen einen niedrigen CO2-Fußabdruck auf. Es lohnt sich also, regional, saisonal und biologisch einzukaufen. Dabei gibt es allerdings auch einiges zu beachten. So ist regional nicht gleich saisonal und nicht jedes Bio-Lebensmittel zwangsweise ein gesundes Lebensmittel. Weiterhin können auch Lebensmittel aus anderen Regionen für unsere Gesundheit wertvoll sein. Um Kosten und Nutzen abzuschätzen, sollten Sie sich mit Saison, Herkunft, Produktion und Gesundheitswert eines Lebensmittels auseinandersetzen. So können Sie bewusst auswählen, was auf Ihrem Teller landet und bewusste Kaufentscheidungen treffen.

Nachhaltige Ernährung bedeutet:

  • die Umwelt zu schonen
  • bewusste Kaufentscheidungen zu treffen
  • pflanzenbetonte Mischkost
  • Verwendung frischer, natürlicher Lebensmittel
  • fair bezahlte und gehandelte Lebensmittel
 

Der wahre Preis eines Lebensmittels berücksichtigt auch die Umwelt- und Gesundheitskosten.

 

Wie teuer ist es, nachhaltig zu essen?

Wenn wir Lebensmittelkosten nur am Preis im Supermarkt festmachen, ist eine nachhaltige Ernährung mit Mehrkosten verbunden. Junk Food, Fertiggerichte und Süßigkeiten sind aktuell im Verhältnis günstiger. Beziehen wir jedoch auch die Auswirkungen auf die Umwelt und unsere Gesundheit in die Rechnung mit ein, sieht es ganz anders aus. Wir haben also die Wahl, etwas mehr Geld beim Einkauf auszugeben oder unseren Einkauf mit den Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Umwelt zu finanzieren.

Bewusst wählen – achtsam essen

Nachhaltige Ernährung ist eng verbunden mit bewusster und achtsamer Ernährung. Bewusst zu essen, bedeutet zum Beispiel, Lebensmittel gezielt auszuwählen, angemessene Portionen zu verzehren und körperliche Signale wahrzunehmen. Überlegen Sie doch einmal, was und wieviel Sie zuletzt gegessen haben. Hat es Ihnen geschmeckt? Waren Sie nach dem Verzehr satt? Haben Sie sich wohlgefühlt? Wenn Sie diese Fragen mit einem eindeutigen „JA“ beantworten können: prima! Sie haben das richtige gegessen! Sie können sich an Ihre letzte Mahlzeit kaum erinnern? Dann versuchen Sie, beim nächsten Mal genau darauf zu achten! Denn: wer seine Lebensmittel bewusst wählt und genießt, tut der Umwelt und der Gesundheit Gutes.

Die Inhalte sind eine Zusammenfassung meines Seminars „Nachhaltig(er) essen und trinken“, welches ich im vergangenen Jahr an der TU Braunschweig geben durfte. Wenn auch Sie für Ihre Mitarbeitenden, Auszubildenden oder Schüler*innen ein Seminar zu diesem oder anderen Themen suchen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

So reduzieren Sie Lebensmittelverschwendung

  • Einkäufe planen
  • Reste verwerten
  • Lebensmittel richtig lagern
  • Mindesthaltbarkeitsdatum verstehen
  • Küchen- und Vorratsplanung

Sie möchten mehr über nachhaltige Ernährung lernen?

Melden Sie sich hier zum nächsten FutureMeal-Kurs an!